EINLADUNG ZUM MITWIRKEN

Was uns bewegt - Woran wir uns orientieren - Was wir bewegen wollen - Wie wir arbeiten - Wer mit uns im Netz verbunden ist

DEM LEBEN DIENEN, NICHT GÖTZEN!

Was uns bewegt

In den letzten Jahrzehnten haben sich viele Gruppen und Organisationen zivilgesellschaftlich in sozialen, ökologischen und Friedensfragen engagiert. Im kirchlichen Umfeld hat diese große Problemlage ihre bisher nachhaltigste Prägung im sog. "Konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung" gefunden. Rückblickend stellen wir heute zweierlei fest: Die globalen Entwicklungen unserer Zeit lösen weiterhin Gewalt, Zerstörung und Krieg gegen die Menschen und all ihre Lebensgrundlagen aus, zum Teil in nicht gekannter Grausamkeit. Und: Unsere ökumenische Bewegung hinkt in Organisiertheit und Wirksamkeit der sich global neu "aufstellenden" Ökonomie beträchtlich hinterher.

Sich kritischer und mutiger mit dem herrschenden kapitalistisch-neoliberalen Wirtschaftsmodell auseinander zu setzen, halten wir daher mehr denn je für notwendig. Denn dessen politisch-ökonomische Eigenlogik dient allein den Mächtigen in Wirtschaft und Politik und soll – als alternativlos dargestellt – in allen Lebensbereichen durchgesetzt werden. Dies führt u.E. unweigerlich noch tiefer in die Krise und steht zunehmend notwendigen Veränderungsprozessen im Wege.

Damit stellt sich für Christinnen, Christen und ihre Kirchen letztlich unverdrängbar die Frage an ihren Glauben, der nur den einen Herrn über Leben und Tod kennt. Denn im Machtkampf um die künftige geopolitische Weltordnung spitzt sich der globalisierte Kapitalismus konfrontativ und geradezu imperial zu. Daher kann das Verhältnis zu ihm nicht nur als ethische sondern muss als grundlegende theologische Herausforderung verstanden werden, damit die Kirchen den dringlich gebotenen Beitrag dazu leisten, die Dominanz des Ökonomischen zu brechen.

Woran wir uns orientieren

Wenn wir die mit der Globalisierung des Kapitalismus verbundene, zynisch bis zu Kriegen gesteigerte Gewalt überwinden wollen, gehört das "Ganze" unseres wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens auf den Prüfstand und in den fälligen Prozess der Veränderung. Daher stellen wir der anmaßenden, Leben zerstörenden Dynamik eine von der Vision des Reiches Gottes und seiner Gerechtigkeit inspirierte Praxis des Widerspruchs und des Widerstands entgegen.

In Deutschland gibt es eine große Anzahl ökumenischer Gruppen, regionaler Netze und bundes- wie weltweit tätiger Organisationen, die sich seit langem qualifiziert mit jener Kernproblematik auseinandersetzen. Mit ihrem Engagement leisten sie in der Gesellschaft und in den Kirchen einen wertvollen Beitrag für einen die Menschen motivierenden Aufbruch zu einer fairen, friedlichen und lebenswerten Gestaltung der Welt. Das im Oktober 2006 gegründete ÖNiD baut auf dieser Arbeit auf und will – durch Bündelung einzelner Aktivitäten und deren Rückkopplung zur Basis – diesem Aufbruch neue Schubkraft geben.

Das ÖNiD steht damit vor der Aufgabe, dass sich bisher eher isoliert voneinander arbeitende Gruppen auf einander zu bewegen und in der Tat ein Netz mit ermutigender, wirksamer Tragfähigkeit knüpfen. Deutschlandweit soll es also die Information, Kooperation und Koordination der Gruppen befördern – nicht als Organ einer Kirche sondern als ein Zusammenschluss, der sich als Teil der Kirche und als demokratisches Gegenüber zu institutionellen Formen von Kirche und zu dem Staat sieht. Damit möchte das ÖNiD im Sinne der "gemeinsam bewohnten Erde" – das bedeutet Ökumene – auch für religiös nicht gebundene Menschen und Gruppen offen sein.

Was wir bewegen wollen

Im Sinne dieses sich weitenden Verständnisses von Ökumene soll das ÖNiD der Stärkung der Gruppen wie des Netzes dienende Aufgaben im Konziliaren Prozess übernehmen. Vorrangig gilt es für uns in dieser Phase der Netzbildung,

In Fortsetzung unserer bisherigen Lernbewegung wollen wir – vor allem mit Blick auf die weltweiten ökumenischen Prozesse "Wirtschaft im Dienst des Lebens/AGAPE" und "Dekade zur Überwindung von Gewalt" – mitwirken an der:

Wie wir arbeiten

Die grundlegenden Entscheidungen treffen die ÖNiD-Mitglieder jährlich auf ihrem "Ökumenischen Ratschlag", der u.a. die SprecherInnen und den Koordinierungskreis bestimmt. Planung, Finanzierung und Durchführung einzelner Projekte obliegen den sie tragenden Gruppierungen, ggf. unterstützt von selbständig arbeitenden Fachgruppen, u.a.:

Öffentliche Stellungnahmen des ÖNiD zu aktuellen gesellschaftlichen oder kirchlichen Themen werden vom Koordinierungskreis und/oder den Fachgruppen vorbereitet und mit den Mitgliedsorganisationen abgestimmt.

Die Arbeit im ÖNiD wird ausschließlich ehrenamtlich erbracht. Zur Abdeckung von Sachkosten erbitten wir Spenden – gegen Spendenquittungen:

Konto: 190 01 02; BLZ: 520 604 10; Inh.: Kirchenkreis Hersfeld; Zweck: APS-ÖNiD

Wer mit uns im Netz verbunden ist

Die derzeit das ÖNiD tragenden Gruppierungen laden freundlich zur Mitarbeit ein.

 

Kontaktbüro für das ÖNiD:

Michael Held , Arbeits- und Koordinierungsstelle
PRAKTISCHE SCHRITTE für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung
Simon-Haune-Straße 15,
36251 Bad Hersfeld,
Tel. 066 21 / 62 01 86 – Fax 066 21 / 65 64 5,